Eppingen/Sinsheim. Mit fünf Kommilitonen war Tobias Streit vor genau zehn Jahren einer der ersten, die der damals neu ernannte Freiburger Erzbischof Stephan Burger zu Priestern geweiht hat. Das Jubiläum des Leitenden Pfarrers der Kirchengemeinde Kraichgau wurde jetzt mit einem Gottesdienst in der katholischen Stadtkirche Eppingen feierlich begangen.
10-jähriges Priesterjubiläum von Tobias Streit
18.05.2026 |
Rückblickend ist sich Tobias Streit selbst nicht sicher, ob er sich vor zehn Jahren für den Weg des Priesters entschieden hätte, wenn er gewusst hätte, „was ein Pfarrer heute alles tun und können muss“. Seinen Dienst verstand und versteht er dabei immer im Sinne seines Primiz-Spruches „Gehe zu allen Menschen und mache sie zu meinen Jüngern“. Bewusst hat er vor seiner Weihe diesen Spruch gewählt, denn für ihn ist „Kirche nicht etwas, zu der die Menschen zu kommen haben. Ich möchte und muss zu allen gehen - ohne Ausnahmen, ohne jemand auszuschließen. Mein Auftrag ist dabei, die Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben“, erläutert Streit seine Wahl und Motivation im Amt.
Einer, der ihn in besonderem Maße dazu inspiriert und ermuntert hat, Priester zu werden, hielt bei diesem Gottesdienst eine kleine Ansprache. Alexander Hafner war in Streits Kindheit und Jugend Pfarrer der Kirchengemeinde in Schuttern, wo der Jubilar aufgewachsen ist. „Ein Dickkopf traf auf einen anderen Dickkopf“, beschrieb Hafner die Konstellation von damals. In seinen Worten schwingt aber auch die Freude mit, an diesem Tag mit Streit das Jubiläum feiern zu können. Er war sich sicher, dass sein Schützling als Pfarrer Erfolg haben wird, gab ihm damals aber auch auf den Weg, „nicht abzuheben und immer ein Lernender zu bleiben“.
Rechtzeitig zum Termin hat sich auch die neue Band der Ministrantinnen und Ministranten der Kirchengemeinde Kraichgau gegründet. Nach nur zwei Proben haben sie den Gottesdienst mit bekannten Songs wie „Knockin‘ on heaven’s door“, „Halleluja“ und „Wonderwall“ großartig bereichert. Auch wenn es noch keinen Band-Namen gibt, darf man sich auf weitere Auftritte von Miko (Gitarre), Jonas (Bass, Gitarre), Elias (in Vertretung von Band-Mitglied Jonas am Schlagzeug) sowie den beiden Sängerinnen Clara und Elisabeth freuen.
Auch der Pfarreirat gratulierte Tobias Streit. Und der stellvertretende Vorsitzende Thomas Sickinger gratulierte auch den Anwesenden, dass Streit als Pfarrer der SE Neckar-Elsenz in der großen Kirchengemeinde Kraichgau geblieben ist. Denn „er ist einer, der etwas bewegen möchte, der gestaltet, nicht verwaltet“, umschreibt er das Engagement von Pfarrer Streit für seine Arbeit in der Kirchengemeinde. Als Geschenk gab es eine Wundertüte mit allerlei Nützlichem, das Tobias Streit bei seinem oft rast- und ruhelosen Engagement für andere unterstützen und vielleicht auch m Sinne der eigenen Gesundheit ein wenig bremsen soll – unter anderem eine Schlafmaske, eine Süßigkeit oder auch eine Dose Ravioli brachten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher dabei zum Schmunzeln. Die Zugfahrkarte nach Paris ermöglicht es Tobias Streit, die Stadt zu erkunden, in der er eigentlich während seines Studiums ein Semester verbringen wollte, was dann leider nicht geklappt hatte.
Die Ministrantinnen und Ministranten der Kirchengemeinde dankten Tobias Streit mit einem Geschenk dafür, dass er immer „hinter uns steht“. Gemeinsam hätten sie in der großen Kirchengemeinde bereits viel erreicht und auf den Weg gebracht.
Bevor er Leitender Pfarrer der Kirchengemeinde Kraichgau wurde, hat Streit schon zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Er war bereits in mehreren Pfarreien der Erzdiözese Freiburg tätig, vor der Weihe als Diakon, danach als Priester. Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren Ettlingen, Niefern-Öschelbronn, Malsch bei Wiesloch und Hockenheim. Bevor er in der früheren und nun in die Kirchengemeinde Kraichgau integrierten Seelsorgeeinheit Neckar-Elsenz die Leitung übernahm, war er Jugendpfarrer in Mannheim.
Die zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der Kirchengemeinde konnten im Anschluss beim Empfang im Gemeindehaus Speyrer Hof den Anlass gemeinsam mit dem Jubilar weiter feiern.
